Kaufnebenkosten-Rechner
Berechne die gesamten Kaufnebenkosten einer Immobilie in Deutschland – inklusive Grunderwerbsteuer (nach Bundesland), Notarkosten, Grundbuchkosten und Maklerprovision. Mit übersichtlicher Aufteilung als Kreisdiagramm und Gesamtkosten inklusive Kaufpreis.
Steuersatz wird automatisch vorbelegt und kann unten angepasst werden.
ca. 1,5 %
ca. 0,5 %
Üblich: 3,57 % inkl. USt. (Käuferanteil bei geteilter Provision)
- Grunderwerbsteuer26.000,00 €53,9%
- Notarkosten6.000,00 €12,4%
- Grundbuchkosten2.000,00 €4,1%
- Maklerkosten14.280,00 €29,6%
Hinweis: Notar- und Grundbuchkosten sind Durchschnittswerte. Je nach Vertragsgestaltung, Grundschuldhöhe und Region können sie leicht abweichen.
Einmalige Steuer beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie. Der Steuersatz wird vom jeweiligen Bundesland festgelegt und liegt zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (u. a. NRW, Brandenburg, SH). Die Steuer wird auf den Kaufpreis fällig.
Der Notar beurkundet den Kaufvertrag und wickelt die Grundschuldbestellung ab. Die Gebühren sind bundesweit im GNotKG geregelt und liegen typischerweise bei rund 1,5 % des Kaufpreises.
Die Eintragung des neuen Eigentümers und der Grundschuld ins Grundbuch verursacht Gerichtsgebühren. Sie belaufen sich zusammen mit weiteren Grundbuchleistungen auf ca. 0,5 % des Kaufpreises.
Seit Dezember 2020 wird die Maklerprovision beim Kauf einer selbstgenutzten Immobilie i. d. R. hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Üblich sind 7,14 % gesamt inkl. USt., also 3,57 % für den Käufer.
Formel
Nebenkosten = Kaufpreis × (GrESt% + Notar% + Grundbuch% + Makler%)Alle vier Positionen werden als prozentualer Anteil des Kaufpreises berechnet. Die Grunderwerbsteuer variiert je Bundesland (3,5 – 6,5 %), Notar (~1,5 %) und Grundbuch (~0,5 %) sind bundesweit ähnlich. Die Maklerprovision wird seit Dezember 2020 bei selbstgenutzten Immobilien üblicherweise hälftig geteilt (Käuferanteil ca. 3,57 % inkl. USt.).
- GrESt%
- Grunderwerbsteuersatz des Bundeslandes
- Notar%
- Notarkosten (im Schnitt 1,5 %)
- Grundbuch%
- Grundbuchgebühren (im Schnitt 0,5 %)
- Makler%
- Käuferanteil der Maklerprovision inkl. USt.
Beispiele
Häufige Fragen
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Deutschland üblicherweise?
Je nach Bundesland und ob ein Makler beauftragt wird, liegen die Nebenkosten zwischen etwa 5,5 % (Bayern, ohne Makler) und rund 12 % (z. B. NRW oder Brandenburg, mit Makler) des Kaufpreises. Bei einer 400.000-€-Immobilie sind das schnell 20.000 – 48.000 € zusätzlich.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in meinem Bundesland?
Bayern erhebt 3,5 %, Hamburg 5,5 %, Berlin, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern 6,0 %, Brandenburg, NRW, Saarland und Schleswig-Holstein 6,5 %. Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegen bei 5,0 %, Sachsen bei 5,5 %. Der Rechner setzt den Satz automatisch nach Auswahl des Bundeslandes.
Was kostet der Notar beim Immobilienkauf?
Die Notargebühren richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und sind bundesweit gleich. Typisch sind rund 1,0 – 1,5 % des Kaufpreises. Zusätzlich fallen Gebühren für die Grundbucheinträge an (~0,5 %). Zusammen werden meist rund 2 % kalkuliert.
Sind Notar- und Grundbuchkosten fix?
Nein. Die im Rechner verwendeten 1,5 % (Notar) und 0,5 % (Grundbuch) sind Durchschnittswerte. Die tatsächliche Höhe hängt von der Grundschuldhöhe, Vertragskonstellation, Auflassungsvormerkung und weiteren notariellen Leistungen ab. Rechne mit +/– 0,3 Prozentpunkten Abweichung.
Wie hoch ist die Maklerprovision?
Üblich sind 7,14 % inkl. USt. Gesamtprovision. Seit dem 23.12.2020 muss beim Verkauf einer selbstgenutzten Immobilie (Einfamilienhaus, Eigentumswohnung) an einen Verbraucher die Provision mindestens hälftig geteilt werden – der Käuferanteil beträgt also meist 3,57 %. Bei Kapitalanlagen oder Grundstücken gilt diese Regel nicht.
Kann ich die Kaufnebenkosten mitfinanzieren?
Grundsätzlich ja, aber viele Banken sehen das kritisch. Als Faustregel gilt: Die Nebenkosten sollten aus Eigenkapital gezahlt werden, damit der Kredit nur den Immobilienwert finanziert (max. 100 % Beleihung). Wer die Nebenkosten mitfinanziert (110-%-Finanzierung), zahlt spürbar höhere Zinsen.
Sind die Kaufnebenkosten steuerlich absetzbar?
Bei selbstgenutzten Immobilien nein. Bei vermieteten Immobilien werden Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten den Anschaffungsnebenkosten zugerechnet und über die Abschreibung (AfA) auf 33 bis 50 Jahre verteilt. Die Maklerprovision zählt ebenfalls dazu.
Sind Renovierungs- oder Modernisierungskosten enthalten?
Nein. Der Rechner deckt nur die klassischen Erwerbsnebenkosten ab. Für Renovierung, Umzug, Küche, Gutachter oder eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung des Verkäufers solltest du zusätzlich einen Puffer einplanen.
Fallen bei einer Erbschaft oder Schenkung Kaufnebenkosten an?
Grunderwerbsteuer fällt nicht an, wohl aber Notar- und Grundbuchkosten sowie ggf. Erbschaft- oder Schenkungsteuer. Diese sind mit dem Rechner nicht abgebildet – er ist auf den klassischen entgeltlichen Immobilienkauf ausgelegt.